Was genau versteht man eigentlich unter klinischer Forschung oder klinischen Studien? Bei der klinischen Forschung oder einer Studie werden neu entwickelte Medikamente, die die Testreihen an Tieren bereits erfolgreich durchlaufen haben, an betroffenen oder erkranken Menschen getestet. Dies hört sich im ersten Moment natürlich ziemlich abstrakt an, läuft aber nur unter strenger medizinischer Betreuung ab. Schaden kann die klinische Forschung den Patienten auf gar keinen Fall. Im schlimmsten Fall kommt es zu keiner Verbesserung der Symptome, allerdings liegt die Hoffnung vieler Teilnehmer in einer Verbesserung ihrer Leiden oder ihrer Lebensqualität.
Auch ich habe schon mal an einer klinischen Studie teilgenommen. Damals war ich gerade zum ersten Mal schwanger und durch mein damaliges Gewicht, welches nicht ganz dem Idealgewicht entsprach, fiel mein BMI in den für die Studie passenden Bereich.
Mein Frauenarzt fragte mich, ob ich nicht Interesse daran hätte, an einer Studie über Schwangerschafts-Diabetes teilzunehmen. Auf Nachfrage, was diese Studie für mich denn bedeuten würde, sagte mir mein Frauenarzt, dass man aufgrund der Teilnahme an dieser Studie meine Blutzuckerwerte regelmäßig kontrollieren würde und ich dreimal an einem Langzeitzuckerbelastungstest in der Praxis teilnehmen müsste. Vorteil dieser Studie war, dass die Zuckertests für mich kostenlos waren und eine Schwangerschafts-Diabetes frühzeitig erkannt werden würde.
Ich habe dann auch gar nicht lange überlegt, denn wie mein Frauenarzt mir damals erklärte, würde eine Schwangerschafts-Diabetes für die Mutter völlig unbemerkt verlaufen, während das ungeborene Kind im Mutterleib an den Folgen der Schwangerschafts-Diabetes sogar an Verfettung sterben könne.
Die ersten Tests waren zum Einen nicht schlimm, denn es handelte sich nur um einen kleinen Stich in den Finger zur Gewinnung eines Tropfen Blutes und zum Anderen waren die Ergebnisse immer negativ. Das änderte sich dann in der 20. Schwangerschaftswoche. Da waren meine Blutzuckerwerte auf einmal erhöht und auch der Langzeitzuckerbelastungstest viel positiv aus. Meine Schwangerschafts-Diabetes wurde dann von einem Internisten weiter behandelt.
Die letzten Schwangerschaftswochen musste ich mir dann sogar Insulin spritzen. Die Vorstellung fand ich grausam, aber nachdem ich mich überwunden hatte, war es gar nicht weiter schlimm. Ich bereue es nicht, an dieser Studie teilgenommen zu haben, denn ich habe eine gesunde und wunderschöne Tochter auf die Welt gebracht.
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